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Kyocera FS-1020D unter Linux beschleunigen…

Jeder Besitzer eines Kyocera FS-1020D (und viele weitere) dürfte das Szenario kennen: Unter Windows druckt der Drucker super schnell, unter Linux mit dem offiziellen Treiber schnarch langsam, aber nicht unter allen Umständen, meist nur bei PDFs, selbst bei denen ohne Bilder.

Woran das genau liegt, weiß ich auch nicht, aber das Ubuntu Forum brachte mich auf den ljet4d Treiber. Diesen installiert und schwupps druckt der FS-1020D genauso schnell wie unter Windows. Minimale Änderungen bei Schattierungen habe ich bemerkt, insgesamt ist die Qualität aber auf gleichem Niveau wie mit dem original Treiber (Bilder habe ich nicht getestet, aber wer druckt schon S/W Bilder per Laser..).

Installation unter Archlinux ist denkbar einfach:

1.) Die foomatic Datenbank installieren

sudo pacman -S foomatic-db foomatic-filters foomatic-db-engine foomatic-db-nonfree

2.) Danach Cups neustarten

sudo rc.d restart cupsd

3.) Danach auf http://localhost:631 gehen und einen neuen Drucker hinzufügen, als Treiber folgendes wählen Kyocera -> Kyocera FS-1020D Foomatic/ljet4d. Unter Kyocera Mita findet ihr die offiziellen Treiber. Bitte nicht die falsche Kategorie wählen, es gibt “Kyocera” und “Kyocera Mita”.

Eine Übersicht der verfügbaren Treiber gibt es auf openprinting.org.

Für maximale Bildqualität sollte man Halftoning Algorithm: Well-Tampered Screening auswählen.

Edit(21.04.2012):
Ich nutze nun seit geraumer Zeit den Treiber hpijs-pcl5e, welcher meines Meinung nach genauso schnell ist wie der ljet4d, aber eine bessere Qualität liefert. Dieser Treiber stammt von HP, unter Archlinux muss man dafür hplip nachinstallieren.
Ich würde also eher den hpijs-pcl5e als den ljet4d nutzen, da letzterer doch manchmal nicht so schöne Graustufen/Schattierungen geliefert hat.

Archlinux und co.: System hängt immer wieder beim Kopieren von Dateien auf ein USB Gerät…

Heute bin ich -mal wieder- auf ein richtig nerviges Problem in Archlinux gestoßen: Mein System hängt regelmäßig beim Kopieren von Dateien auf einen USB Stick. Es hängt sich nicht komplett auf, sondern immer “intervallmäßig” immer wieder für 15-30 Sekunden. Dabei hängt der komplette X Server, nur der Mauszeiger bewegt sich. Ebenso sind die Konsolen 1-6 (strg+alt+F1…F6) nicht betroffen. Ich nutze übrigens den aktuellsten Kernel 3.2.4.

Nun ist ja hinlänglich bekannt, dass der Linuxkernel seit längerem “leichte” Probleme hat mit USB Transfers und dem USB Subsystem in der Hinsicht, aber dass es so krass ist hätte ich nicht gedacht, wir reden hier nicht von einem schnellen USB-Stick oder sowas, sondern von vllt. 3 MB/s Transferrate.

Weiterhin gab es berichte, dass sowas auch beim Kopieren auf NTFS Laufwerke und unter einigen anderen Umständen auftritt.

Es gibt wohl 2 Lösungswege:

1) Deaktivieren von USB Legacy im Bios soll helfen. Hat aber den Nachteil, dass man keine USB Tastatur mehr nutzen kann in Grub (beispielsweise).

2) Die bessere Lösung ist folgender Eintrag in /etc/rc.local:

echo madvise > /sys/kernel/mm/transparent_hugepage/defrag

Das hat ansonsten eigentlich keine Auswirkungen auf das System, manche Leuten berichten sogar von höheren Transferraten ;)

Das Problem liegt also irgendwo in den “transparent hugepages” verborgen, jedenfalls ist das auch der Grund warum Ubuntu und co. nicht betroffen sind, die setzen nämlich standardmäßig “madvise” dafür. Gefunden habe ich diese Lösung im englischen Archlinuxforum, Danke an finidine.

Anscheinend soll das Problem übrigens mit Kernel 3.3 behoben sein, ein LWN.net Artikel erläutert das etwas.

Ich bin jedenfalls froh vorerst eine Lösung zu kennen…:)