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Allnet ALL7950 VoIP Telefon an Fritz!Box betreiben

Oftmals findet man in der Bucht relativ günstig gebrauchte kabelgebundene VoIP Telefone. Die meisten davon waren in irgendwelchen Firmen im Einsatz. Dazu zählt auch das Allnet ALL7950 VoIP Telefon, das ich für einen einstelligen Betrag ersteigert habe.

Allnet ALL7950 VoIP Telefon

Das gute an vielen dieser VoIP Telefone ist, dass sie an der Fritz!Box betrieben werden können, darum hier eine Erklärung wie man das Allnet ALL7950 an der Fritz!Box in Betrieb nimmt:

Zu erst stecken wir Strom- und Lankabel an und warten bis das Telefon sich eine IP via DHCP geholt hat. Die aktuellste Firmware ist 2.09.31 vom 07.12.05. Die Firmware-Links beim Hersteller sind leider alle down, es gibt nur noch ganz wenige Quellen im Netz (nicht von mir).

Kurz einige Links:
Anleitung: klick
Downloadseite des Herstellers: klick
Aktuelle Firmware: klick

Prüfen der Firmwareversion und IP:
“Menu” drücken und mit den Pfeiltasten durchs Menu bewegen bis man bei Firmwareversion bzw. IP ankommt.

Webinterface
http://<TelefonIP>:9999
Passwort+Username sind von Werk aus leer (einfach Enter drücken).

PW+Username zurücksetzen ohne Webinterfacezugriff
Keine Ahnung was davon richtig ist:
255*000 via Tastenfeld eingeben (klick)
Stecke den Strom aus, wieder ein, und tippe sobald als möglich 255*000 und 3 x OK (klick)

Firmware Upgrade unter Linux:
TFTP Client/Server im Telefon muss aktiviert sein
sudo apt-get install tftp
tftp <TelefonIP>

binary
put ALL7950-020931.azf

… Telefon startet neu …
Fertig, Firmwareversion im Menü prüfen!

Firmware Upgrade unter Windows:
Analog wie Windows, für Tools siehe klick.

Auf Fabrikeinstellungen zurücksetzen
Via Webinterface möglich.

An der Fritz!Box anmelden:
1. Telefonie -> Telefoniegeräte -> Neues Gerät einrichten
2. Telefon (mit und ohne Anrufbeantworter)
3. LAN/WLAN (IP-Telefon)
4. Notieren (Passwort beliebig vergeben!):

Registrar fritz.box
Benutzername <User>
Passwort <Passwort>

5. Nummern auswählen über die Gespräche geführt werden
6. Alle Anrufe annehmen
7. Einstellungen in der Weboberfläche des Telefons:

SIP User Settings:
Displayed Name: Name des Telefons (frei wählbar)
SIP Username -> <User>
Authentication Name -> <User>
Authentication Password -> <Passwort>
SIP Settings:
SIP Server Domain Name/IP Address -> fritz.box
Authentifizierung Time Out -> 300
Session Timer -> 300
Session Refresher -> UAC
Session Timer Method -> Update
STUN & UPnP Settings:
Always send keepalive packet -> enable
KeepAlive Time -> 30

8. Fertig -> Telefon sollte seine interne Rufnummer (ohne **) im Display in der zweiten Zeile anzeigen.

Viel Spaß damit!

Edit: Hab einige neue Einstellungen hinzugefügt, da ich einige kleinere Probleme hatte (Verbindungabbrüche u.a.)

Netio auf der Dockstar

Wer den Netzwerkdurchsatz seiner Dockstar mal austesten möchte, kann dies mit Netio tun.

Netio von ARS Computer gibt es hier. Leider werden nur Binaries für Windows,Mac,Linux x86-32 und x86-64 bereit gestellt und keine für arm.

Also kompilieren wir es auf der Dockstar, was auch ohne Probleme funktioniert.

wget http://www.ars.de/ars/ars.nsf/f24a6a0b94c22d82862566960071bf5a/aa577bc4be573b05c125706d004c75b5/\$FILE/netio131.zip
unzip netio131.zip
make linux

Fertig. Falls euch irgendwelche Abhängigkeiten oder unzip fehlen, einfach danach googeln.
Unter umständen müsst ihr noch ein chmod +x netio ausführen.

Jetzt können wir zu einem Netio Server connecten mit einem der folgenden Befehle (je nachdem ob udp oder tcp):

./netio -t

oder

./netio -u

oder einen Netio Server aufmachen (immer udp+tcp) mit

./netio -s

Man sieht, dass die Dockstar das volle Gigabit Lan nicht ausschöpfen kann, hier als Beispiel die Dockstar verbunden mit dem Netio Server auf meinem Home PC via tcp:

Packet size  1k bytes:  29.41 MByte/s Tx,  46.81 MByte/s Rx.
Packet size  2k bytes:  33.56 MByte/s Tx,  52.61 MByte/s Rx.
Packet size  4k bytes:  44.98 MByte/s Tx,  56.19 MByte/s Rx.
Packet size  8k bytes:  57.70 MByte/s Tx,  60.70 MByte/s Rx.
Packet size 16k bytes:  66.33 MByte/s Tx,  63.96 MByte/s Rx.
Packet size 32k bytes:  70.75 MByte/s Tx,  67.40 MByte/s Rx.
Done.

Der Server zeigt folgendes an:

Receiving from client, packet size 1k … 29.40 MByte/s
Sending to client, packet size 1k … 46.83 MByte/s
Receiving from client, packet size 2k … 33.55 MByte/s
Sending to client, packet size 2k … 52.65 MByte/s
Receiving from client, packet size 4k … 44.97 MByte/s
Sending to client, packet size 4k … 56.58 MByte/s
Receiving from client, packet size 8k … 57.68 MByte/s
Sending to client, packet size 8k … 60.73 MByte/s
Receiving from client, packet size 16k … 66.32 MByte/s
Sending to client, packet size 16k … 63.98 MByte/s
Receiving from client, packet size 32k … 70.74 MByte/s
Sending to client, packet size 32k … 67.42 MByte/s
Done.

In die andere Richtung sieht es genau gleich aus, es macht keinen Unterschied ob die Dockstar Server oder Client ist.

Windows 7 Homegroup mit CrossOver Verbindung zwischen 2 PCs

Win7

Seit 2 Tagen ist nun Windows 7 also offiziell im Einzelhandel erhätllich. Gut für alle Käufer, denn die Studenten (u.a.) hatten ja schon 2 Monate Zeit etliche Probleme zu lösen. (Da es offiziell ja schon seit Anfang August im MSDNAA erhätlich war.).

So konnte ich nach geraumer Zeit auch ein wirklich nerviges Problem “lösen”: Homegroups waren zwischen 2 PCs, welche mit einer CrossOver verbindung verbunden waren, nicht möglich. Es ging nur wenn ein Switch/Router dazwischen geschaltet war, ansonsten war es immer ein “öffentliches Netzwerk” welches keine Homegroups erlaubt – ausser man weiß wie:

Als Windowskenner hassen wir sowieso die automatische Konfiguration bei einem CrossOver Netzwerk und lassen diese sowieso ausgeschaltet und konfigurieren es manuell. Was macht man normal? Man weißt PC1 eine IP zu: 192.169.0.X und PC2: 192.168.0.X+1 oder sowas. Weiterhin wissen wir: die ersten 3 Zahlengruppen sollten gleich sein, und die Arbeitsgruppe sollte gleich sein.

Nun was machen wir für die Homegroups anders? Wir müssen nur mehr eintragen, nämlich jeweils den anderen PC als Standardgateway und DNS Server. Danach fragt er welcher Natur das Netzwerk ist (privat/öffentlich/..) und Homegroups gehen (sofern man nicht öffentlich wählt) und Windows erkennt das Netzwerk auch erneut korrekt wenn man den Stecker mal zieht und wieder einsteckt.

Mal kurz eine Beispielkonfiguration:

PC1: IP 192.168.0.10 Standardgateway: 192.168.0.11 DNS Server: 192.168.0.11

PC2: IP 192.168.0.11 Standardgateway: 192.168.0.10 DNS Server: 192.168.0.10

(Es kann sein dass ihr nach der Erstkonfiguration kurz das Netzwerkkabel ziehen und wieder einstecken müsst, damit Windows beginnt neu zu identifizieren.)

Warum will mein eigentlich das Homegroup Feature fragt man sich, schließlich geht alles andere ja eig. auch so wie Datenaustausch z.B.. Nun, es gibt ein extrem nützliches Feature namens “Freigeben Für Homegroup”, welches man im Konextmenü findet, was ich oft benutze.

Weiterhin hat MS natürlich weit gefailed mit seiner einfachen Netzwerkvariante “Homegroup”. Naja, immerhin wissen wir nun wie es geht!

Achja anbei: Bei Gbit Lan geht CrossOver auch mit Patchkabeln. (Die Netzwerkkarten schalten auto. um).

Hoffe das hier hat jemand geholfen! Man findet im Netz kaum was dazu (zumindest vor 1-2 Monaten).